Erste Reaktionen

in den letzten Tagen haben sich 3 der Firmen die ich angesprochen habe gemeldet wegen Terminen für Kostenvoranschläge… Die erste kommt wohl nächste Woche…(für die Solarplatten)

Dachte irgendwie das geht alles schneller, aber ich bin ja auch nicht die einzige die sowas bauen will, jetzt wo es draussen wettermässig besser wird..

Ein Tag auf der Messe

War am Sonntag auf der „New Energy“ in Husum, um mal zu gucken was es so an Solar- und Windkraftanlagen gibt, die für meinen Zweck geeignet sind.

Inzwischen weiss ich, dass ich zwischen 20 und 30 KilowattPeak brauche .Ich habe mir das dort von einem Anbieter von Fehmarn ausrechnen lassen.

Aber mich dann entschieden bei einem lokalen Unternehmen zu kaufen..wenn es denn so weit ist. Ich kenne den Betrieb der Solaranlagen baut, sehr gut, wusste aber bis dahin nicht, dass er auch kleine Anlagen für Dächer baut.

Auch eine tolle kleine WKA von einem lokalen Anbieter konnte ich mir ansehen, die dafür ausgelegt ist auch bei sehr hohen Windstärken nicht abschalten zu müssen..das ist einigermassen wichtig, weil wir hier im Winter oft tagelang Sturmstärke haben und bei solchem Wetter natürlich auch die Solaranlagen nicht grad auf Höchstleistung laufen.

Wenn ich nicht gezwungen sein will, Strom zuzukaufen dann sollte die WKA mindestens 11 Bft aushalten können.

Ok, bei 157 kmh schaltet diese dann auch ab, das haben wir aber auch nicht so oft und auch meist nicht so lange, da würde dann vllt sogar der Speicher zur Überbrückung  reichen, den wir auch haben müssen.

Das mit der Speichertechnik habe ich noch nicht so ganz verinnerlicht. da gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, vom Wassertank der Hitze speichert über batterieartige Teile bis hin zum Elektroauto mit „Zweiwegeanschluss“ ..letzteres finde ich natürlich extrem cool, aber ich halte das für eher unwahrscheinlich dass es sich so finanzieren lässt wie wir das wollen.

Überhaupt „Elektroautos“..ich bin zufällig an einem Stand einer hiesigen Elektroauto-Leasing-Genossenschaft vorbeigekommen und habe mir dort einen Vortrag angehört.

Wie genial ist das denn!

Ich will da unbedingt Mitglied werden und in naher Zukunft Elektroauto fahren..es gibt sogar Renault Kangoos mit reinem Stromantrieb..wenn wir die Anlage wirklich bekommen dann will ich so einen als Firmenwagen!

Tanken kann ich ja dann kostenlos zu Hause und steuerfrei ist er auch.

Worum es hier geht

Ein Bekannter, der mehrere grosse Solarfelder auf Föhr und anderswo betreibt, hat mir im letzten Sommer den sprichwörtlichen „Floh ins Ohr“ gesetzt…

“ Warum hast du kein eigenes Solarpanel oder eine WKA? „ hat er mich gefragt.

Ich habe erstmal geantwortet , dass ich momentan (Ich hatte mich gerade eben selbstständig gemacht und meine Tochter ist auch noch in der Ausbildung) nicht das dazu nötige Kleingeld hätte.

Zur Antwort bekam ich , dass es, wie es sich für ihn darstellt ,doch auch möglich sein müsste, es so zu finanzieren, dass es nicht mehr als die monatliche Stromrechnung, oder am besten gar nichts extra kostet.

Sollte das wirklich möglich sein ?

Ich wurde neugierig und als begeisterte Zukunftsaktivistin finde ich das natürlich hochgradig spannend.

Wenn ich tatsächlich einen so einfachen Weg finden könnte, dann können andere das auch, dann kann die Energiewende „von unten“ ziemlich leicht verwirklicht werden.

Geht es also, wie auch immer, wirklich ?

Ich habe beschlossen es zu versuchen!

Die Grundbedingungen

„Haben-Seite“:

Ich habe den perfekten Standort.

Ich wohne in einem Koog (also ausserhalb geschlossener Ortschaften) im Norden des Kreises Nordfriesland, weniger als 1 km von der Nordseeküste entfernt. Es gibt keine, naja jedenfalls kaum, Bebauungsvorschriften, ich habe viel Platz, viel Sonne ,viel Wind und der Kreis NF ist im Bezug auf regenerative Energiequellen wohl der fortschrittlichste in Deutschland. Es gibt viele entsprechende Firmen ,viel Know How und wirklich entspannte Behörden.

„Soll-Seite“:

Meine kleine „neugeborene“ Projektentwicklungsfirma ist noch nicht aus dem Gröbsten raus, noch nicht kreditwürdig, meine inzwischen erwachsene Tochter (ich war alleinerziehend) noch in der Ausbildung und ihr Bafög reicht hinten und vorne nicht. Eigenkapital habe ich, ausser dass ich den (nach dem Tod meiners Vaters geerbten )1 ha Resthof besitze, auch nicht.

Das Gebiet in dem ich wohne ist versicherungstechnisch das mit Abstand teuerste in Deutschland             ( hochgradig sturm- und sturmflutgefährdet).

Alles was gebaut wird, muss extra für die extrem hohe Windlast ausgelegt werden. Der weiche Kleiboden ist schlecht tragfähig und hohe und schwere Konstruktionen bedürfen der (teuren ) Pfahlgründung.

Das ist also „voreingestellt“,

Werden wir es schaffen unser privates Sonnen- und /oder Windkraftwerk zu bauen?

Es soll neben unserem Eigenstrom (und vllt auch Heizung)  auch Strom ans Netz liefern und davon seinen Kredit tilgen und seine Zinsen bezahlen.

Darum gehts in diesem Blog (der übrigens auf der Website des „Klimaschutz-Netz“ verlinkt wird)

Ich werde hier in unregelmässigen Abständen beschreiben was wir unternommen haben um unserem Ziel näher zu kommen und auch hin und wieder andere interessante Themen aus der ziemlich aktiven nordfriesischen „New-Energy-Szene“ ansprechen.

Guckt gerne ab und zu mal rein!